Stefan Wiel

Ausstattungsleiter

Der Vorname Ausstattung

Fame Ausstattung

Winnetou I Ausstattung

Eine Nacht in Venedig Bühne / Kostüm

Acts of Goodness Ausstattung

Momo Ausstattung

Faust I Ausstattung

Carmen Bühne / Kostüme 

Der Glöckner von Notre Dame Ausstattung

Die Zauberflöte Bühne / Kostüme

Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes Ausstattung

La Cenerentola - Aschenputtel oder der Triumph der Liebe Ausstattung

Dr. Jekyll und Mr. Hyde Ausstattung

Zorro – Das Musical Ausstattung

Ausstattungsleiter Stefan Wiel begann nach Beendigung seines Szenografiestudiums an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin-Weißensee 1981 die Tätigkeit als Bühnen- und Kostümbildner am Stadttheater Freiberg. 1955 in Dresden geboren, kam er nach einem Engagement als Ausstattungsleiter des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters und zwei sehr erfolgreichen Jahren als freischaffender Szenograf 1991 zurück in seine Heimatstadt. Am Staatsschauspiel Dresden wurde er als Bühnen- und Kostümbildner engagiert und arbeitete dort unter anderem mit Michael Funke («Die Jüdin von Toledo» von Grillparzer), Irmgard Lange (Taboris «Goldbergvariationen») und Klaus-Dieter Kirst («Schau heimwärts Engel»). 1994 wurde Stefan Wiel Ausstattungsleiter am Dresdner Theater der jungen Generation. In nahezu 10 Jahren schuf er zahllose Bühnenräume für Inszenierungen, die sowohl beispielgebend für die Erstbegegnung junger Menschen mit dem Theater waren als auch jene Zuschauer begeisterten, die die unbekümmert frischen Bilder im Kaleidoskop Dresdener Bühnen schätzten. Stefan Wiel versteht sich im besten Sinne als Partner des Regisseurs. Sein dramaturgisches Verständnis prädestinierte ihn für eigene Regiearbeiten, von denen «Aladdin und die Wunderlampe» von der heutigen Intendantin Felicitas Loewe stellvertretend für 5 weitere Inszenierungen steht. Am Dresdner Kinder- und Jugendtheater begann auch die Zusammenarbeit mit den Regisseuren Arne Retzlaff (Schwarz' «Drache» - 1995 und Gerald Gluth (Schillers «Räuber» - 1996), die noch heute wichtige Regiepartner an den Landesbühnen Sachsen, an denen er 2003 seine künstlerische Heimat als Ausstattungsleiter gefunden hat, sind. Obwohl alle seine Festengagements in Dresden oder im näheren Umfeld der Hauptstadt des Freistaates verortet sind, ist Stefan Wiel in der deutschen Theaterszene als Szenograf bekannt und geschätzt. Noch vor dem Fall der Mauer 1989 war er mit dem Bautzener Operndirektor Michael Heinicke nach Bonn eingeladen worden, um Violeta Dinescus Oper «Hunger und Durst» erstaufzuführen. Am Landestheater Halle erarbeitete er 1989 mit Regisseur Martin Schüler Mozarts «Hochzeit des Figaro», und Michael Heinicke vertraute ihm 1990 die Ausstattung zu Verdis «Troubadour» an der Deutschen Staatsoper an. Joachim Ahnes Ballettabend «Triologie der Sehnsucht» rief ihn im gleichen Jahr an die Komische Oper Berlin. 1992 stattete er die Eröffnungsinszenierung des rekonstruierten Opernhauses Chemnitz aus. Der inzwischen zum dortigen Operndirektor berufene Michael Heinicke wählte ihn als szenografischen Partner für Wagners «Parsifal», später auch u. a. für Puccinis «Turandot» (2001) und für den «Fliegenden Holländer», der auch 2003 im Festspielhaus in Salzburg gastierte. Mit Klaus-Dieter Kirst wurde er 2006 nach Magdeburg zu Puccinis «Tosca» eingeladen und für Renat Sarafiulin stattete er 2007 in Rostock Moliéres «Menschenfeind» aus. Weitere Gastverpflichtungen führten ihn nach Baden-Baden, Frankfurt / O., München und mit Udo Zimmermanns «Schuhu und die fliegende Prinzessin» ans Salzburger Mozarteum.

An den Landesbühnen Sachsen konzentriert sich die Arbeit Stefan Wiels vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit dem Operndirektor Horst O. Kupich («Don Giovanni» 2003, Eckehard Mayers «Passage» in der Dresdner Synagoge 2006, Janaceks «Das schlaue Füchslein» - 2007, «Rusalka» 2008, «Der Freischütz» für die Felsenbühne Rathen 2008), mit dem Schauspieldirektor Arne Retzlaff («Medea»-Projekt 2003, «Amadeus» 2006, «Bad Boy Bubby» 2007 , «Sugar - Manche mögen's heiß» 2008) und Gerald Gluth («Das Ballhaus» 2008 und «Nach dem Regen» 2009).

Stefan Wiels Bühnenbilder und Figurinen verraten den Bildenden Künstler, dessen Ausstellungen sehens- und erlebenswert sind. Neben Personalausstellungen in seinen Theatern hat sich vor allem das Theatermuseum Meiningen für seine Arbeiten interessiert und ihn zu «Bild und Szene» 4 (2001) und 5 (2007) eingeladen.

Stefan Wiels hohe Anerkennung als Künstlerpersönlichkeit und als Vertreter seiner Kunstgattung zeigt sich auch durch seine Wahl zum Vorsitzenden des «Bundes der Szenografen» 2008.