Attraktionen mit jährlich 1,7 Millionen Besuchern

Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist eine der wichtigsten Attraktionen im Elbsandsteingebirge mit jährlich 1,7 Millionen Besuchern. Die Idee zum Schutz der Landschaft in der heutigen Nationalparkregion Sächsische Schweiz reicht bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Es wurden Einschränkungen beim Abbau des für die Region typischen Sandsteins gefordert und man verhinderte erfolgreich den Bau von Bergbahnen zum Lilienstein oder der Bastei. DasersteSchutzgebietwurde1912 im Polenztal in der Nähe von Hohnstein ausgewiesen und bereits 1953/54 gab es ernsthafte Bestrebungen, dieSächsischeSchweizalsNationalpark auszuweisen. Diese mündeten jedoch vorerst in die Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz. Der Nationalpark Sächsische Schweiz wurde schließlich am 01.10.1990 im Rahmen des Nationalparkprogramms der DDR als einer von insgesamt fünf Nationalparken gegründet.

Der im Osten des Freistaats Sachsens, ca. 40 bis 50 km südöstlich von Dresden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gelegene, 9.350 ha große Nationalpark bildet zusammen mit dem ihn umgebenden 28.760 ha großen Landschaftsschutzgebiet die Nationalparkregion Sächsische Schweiz, deren südöstliche Grenze mit der deutschtschechischen Staatsgrenze zusammenfällt.

Klima

Das Klima im Nationalpark weist Extreme auf, die sich durch die starke Gliederung der Landschaft erklären. Die tief eingeschnittenen, canyonartigen Schluchten weisen ein kühles, feuchtes Kellerklima auf. Ursache dafür ist die geringe Sonneneinstrahlung und die schwache Windbewegung. Auf der anderen Seite sind die teilweise bewuchslosen Felsriffe in den Sommermonaten starken Temperaturschwankungen, zwischen Tag und Nacht bis zu 60 Grad, und in den Herbst- und Wintermonaten starken Windbewegungen ausgesetzt. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 7° und ist im Elbtal höher, als im Gebiet der Hinteren Sächsischen Schweiz. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 700-900 mm und ist im Elbtal am geringsten.

Wandern

Die Erschließung des Wegenetzes im heutigen Nationalpark erfolgte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und war zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgeschlossen. Vollständig ist es in historischen Routenführeren (z. B. Meinholds Routenführer) abgebildet. Bereits in den 1980ern kam es zu ersten Sperrungen (Gratweg Thorwalder Wände) und Ausweisung von Totalreservaten, die nicht mehr betreten werden durften. Heute steht im Nationalpark ein markiertes Wegenetz von 400 km, zahlreiche Berggaststätten und ein Radwegenetz von 50 km zur Verfügung. Es besteht im Nationalpark Wegepflicht. Außerhalb der Kernzone dürfen alle Wege benutzt werden, innerhalb der Kernzone nur markierte Wege. 

Bergsteigen

Die klettertechnische Erschließung begann in der zweiten Hälfte der 19. Jahrhunderts und geht, was neue Kletterrouten betrifft, bis heute weiter. Es gibt 755 Klettergipfel mit 12623 Kletterwegen im Nationalparkgebiet. Verschiedene Klettergipfel unterliegen aus Naturschutzgründen (Brutzeit) zeitlichen Sperrungen. Geklettert werden darf ausschließlich nach den sächsischen Kletterregeln.