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L' Orfeo Favola in Musica di Claudio Monteverdi Landesbühnen Sachsen

L' Orfeo

Favola in Musica di Claudio Monteverdi (in italienischer Sprache)

 

Mit dem vierhundert Jahre alten Werk begeben sich die Landesbühnen Sachsen zurück an die Anfänge der Operngeschichte: Die italienische „Favola in musica" Monteverdis, die schon bei ihrer Uraufführung 1607 in Mantua einen großen Erfolg feiern konnte, gilt als erstes musikalisches Drama. Und auch wenn wir „Orfeo" als Besonderheit in Originalsprache bieten -- für Textverständlichkeit ist natürlich gesorgt. Erzählt wird im ausdrucksstarken Stil des damals neuen „parlar cantando" die antike Sage des berühmten Sängers Orfeo, der seine geliebte Euridice durch einen Schlangenbiss an das Totenreich verliert und sich daraufhin zu dem ungeheuren Schritt entschließt Euridice von dort zurückzuholen: Denn sollte seine Kunst ihn nicht in die Lage versetzen können, Grenzen zu überschreiten, die sonst kein Sterblicher überwinden kann? Eine Herausforderung! Dank Proserpina, die sich für Orfeos Gesang empfänglich zeigt und den Herrscher der Unterwelt, ihren Gatten Plutone, dazu bewegt, Orfeo seine Euridice zurückzugeben, glaubt sich Orfeo am Ziel seiner Wünsche. Doch das Gebot Plutones, Orfeo dürfe sich auf dem Weg ins Leben nicht umsehen nach seiner Gattin, wird dem Sänger zum Verhängnis ... Und es stellt sich als Frage: Warum gibt es dieses Gebot? Oder vielmehr: Warum blickt sich Orfeo dennoch um? Zum zweiten Mal verliert er Euridice. Verzweifelt darüber, dass er sein Schicksal nicht wenden kann, entsagt Orfeo der Kunst und den Frauen. Wäre nicht sein Vater Apoll, würde der große Sänger -- von rachsüchtigen Bacchantinnen zerrissen -- von aller Welt vergessen untergehen ...