Gastspielpartner der Spielzeit 2016/17

Eine Auswahl

Theater Meissen und Albrechtsburg Meissen

Im Juni 2015 war es so weit: Eine Festspielgemeinschaft verwirklichte die Initiative des Freundeskreises des Theaters Meissen und ein großer Bürgerfestzug läutete die fulminante Rückkehr der NEUEN BURGFESTSPIELE MEISSEN ein. Mit «Der Glöckner von Notre Dame» und anderen Aufführungen steuerten die Landesbühnen Sachsen wahre Publikumsmagneten bei. 1925 gab es die Festspiele erstmals – mit Hugo von Hofmannsthals «Jedermann». Im Sommer 2016 kam das berühmte Mysterienspiel in einer Inszenierung der Landesbühnen in der beeindruckenden Kulisse des Burghofs der Albrechtsburg erneut zur Premiere. Zur Krönung wandelt der Bürgerfestzug «Auf den Spuren der Reformation» ins Jubiläumsjahr 2017. Aber bereits vorher war die Uraufführung des Schauspiels DAS GEHEIMNIS DER BLAUEN SCHWERTER im Theater Meißen zu erleben. Seien Sie herzlich zu den Aufführungen in das Theater Meisen und zu den NEUEN BURGFESTSPIELEN MEISSEN 2017 nach Meissen eingeladen.

Renate Fiedler
Geschaftsführerin Theater Meißen

Uwe Michel
Schlossleiter Albrechtsburg Meissen

König Albert Theater Bad Elster

Ich schätze die Landesbühnen Sachsen – auch als Dirigent – seit fast 20 Jahren als äußert verlässlichen Kooperationspartner, besonders im Bereich Musiktheater. Seit vielen Jahren ist das Ensemble regelmäßig in Bad Elster zu Gast, weshalb sich die Landesbühnen Sachsen mittlerweile auch zum erlesenen Kreis der Ehrenkünstler unseres schönen Theaters im Herzen Europas zählen dürfen. Nach unseren erfolgreichen Opernproduktionen als Kooperation zwischen den Landesbühnen Sachsen und der Chursächsischen Philharmonie in der Vergangenheit wie z.B. Händels «Acis und Galatea» (2009) oder der emotionalen und gefeierten Jubiläumsveranstaltung unseres 100. Theatergeburtstag mit Mozarts «Der Schauspieldirektor» (2014) freue ich mich in der nächsten Spielzeit auf die Opernproduktionen «Carmen», «Hänsel und Gretel» und «La Cenerentola». Aber auch der große Erfolg unserer gemeinsam in Bad Elster einstudierten Operettenproduktion «Eine Nacht in Venedig» zeigt, wie klassische Theaterkooperation heute bestens funktioniert! So wird die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster auch in Zukunft den roten Teppich für tolles Musiktheater ausrollen können, gerade auch Dank unserer Freunde der Landesbühnen Sachsen!

Herzliche Grüße aus der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster

GMD Florian Merz
Geschäftsführender Intendant

Theaterkahn Dresden

Willkommen an Bord!

Ich freue mich sehr, dass es in der kommenden Spielzeit erneut zu einer Zusammenarbeit zwischen den Landesbühnen Sachsen und dem Theaterkahn kommt, denn sie ist Ausdruck der guten Beziehungen, die es seit vielen Jahren zwischen beiden Häusern gibt. Bereits 1992, als das Dresdner Brettl noch in der Maternistraße seinen Spielort hatte, gab es eine Kooperation beider Theater, als Renate Blume, Michael Heuser und Friedrich-Wilhelm Junge in «Der Tod und das Mädchen» in der Regie von Holger Böhme gemeinsam auf der Bühne standen. 

Seit 1994 ist der mitten in der Altstadt fest verankerte Theaterkahn unsere Spielstätte, mit 216 Plätzen in Parkett und Rang. Die 300 Vorstellungen jährlich besuchen ca. 45.000 Zuschauer. Hier auf dem «Kahn» stellten die Landesbühnen 2014 bei der Langen Nacht der Theater zwei ihrer Stücke dem Dresdner Publikum vor, und umgekehrt waren Künstler mit Produktionen des Theaterkahns schon mehrfach im Theater Radebeul zu erleben. 

Mit der wunderbaren Komödie «Fisch zu viert» von Wolfgang Kohlhaase, die am 26. November 2016 auf dem Theaterkahn ihre Premiere erleben soll, wollen wir die künstlerischen Qualitäten beider Bühnen zusammenführen, um das Publikum in Radebeul und Dresden gleichermaßen zu begeistern.

Detlef Rothe
Intendant

Sakraler Raum

«Kirchen wie Theater sind Kult-Urstätten, Ur-Sachen unseres Zusammenlebens als Menschen. Wir brauchen beide, das Theater wie die Kirchen, um unseren Weg als Menschen zu finden», schrieb Pfarrer Christof Heinze von der Lutherkirche Radebeul vor drei Jahren für unser Jahresheft.

Die Oper «Passage» von Eckehard Mayer nach Christoph Hein, die Serie «Tanz und Orgel» und die Aufführungen von Lessings «Nathan der Weise» eröffneten sakrale Räume in Radebeul und ganz Sachsen sowie auch die Dresdner Synagoge für gemeinsame Begegnungen und Diskussionen mit Vertretern anderer Glaubensgemeinschaften. Seither haben viele ausgewählte Stücke ihr Publikum in Kirchen erreicht oder kamen dort sogar zur Premiere. Erinnert sei an die Uraufführung «1645: Fürsten-Zug nach Kötzschenbroda» von Katrin Lange in der Friedenskirche in Radebeul oder an die Premiere von «Der Schimmelreiter» nach Theodor Storm in der Klosterkirche in Riesa. Auch das ebenso poetische wie aktuelle Stück «Ein Winter unterm Tisch» von Roland Topor begeisterte unter anderem das Publikum in der Stadtkirche von Wehlen in der Sächsischen Schweiz und war Anlass für eine der inzwischen schon legendären Theaterpredigten von Pfarrer Christof Heinze.

Selbstverständlich sind auch die Aufführungen von Beethovens 9. Sinfonie mit der «Ode an die Freude» in der Auferstehungskirche Dresden-Plauen und in der Lutherkirche Radebeul immer wieder jährliche Höhepunkte.

Das Reformationsjubiläum 2017 bietet vielfache Möglichkeiten einer intensiven Zusammenarbeit mit den kirchlichen Einrichtungen unserer Region. An der Vorbereitung und Durchführung des Projekts «In Gottes eigenem Land» sind bereits jetzt viele Partner aus Kirchen, insbesonders auch der Lutherkirche Radebeul beteiligt.

Wir freuen uns auch, dass es in der kommenden Spielzeit zwei Theaterpredigten mit Pfarrer Christof Heinze geben wird: am 11. November 2016 zur Aufführung «Verbrennungen» und am 14. Mai 2017 zur Inszenierung «In Gottes eigenem Land».

Projekttheater Dresden

Seit zwei Spielzeiten gibt es die Zusammenarbeit zwischen den Landesbühnen Sachsen und dem «projekttheater dresden». Neben Kunsttransfer geht es vor allem um den künstlerischen Austausch, das Experimentieren mit neuen Formaten, Begegnungen in und mit neuen Räumen, das Zusammenführen verschiedener Sparten, freier Gruppen und Medien: Tanz, Musik, Bildende Kunst, Film, Video und Installationen. Als erste gemeinsame Arbeit stellte im Mai 2015 Sandra Maria Huimann ihre Version der «Salome» nach Oscar Wilde als Drama mit musikalischer Live-Performance im «projekttheater» vor. In ihr fanden sich Schauspieler und Schauspielerinnen der freien Szene, der Landesbühnen und die Dresdner Künstler Tobias Herzz Hallbauer und Jörg Schittkowski von HERZZ zusammen. Die Inszenierung ist auch in der kommenden Spielzeit im «projekttheater» zu sehen. Ein weiteres gemeinsames und internationales Kooperationsprojekt – zusammen mit dem «Theater Meridian» – war die Uraufführung des Stückes «Sehnsucht Kuba», das im «projekttheater» Premiere hatte und vielbeachtet auch im Theaterspektakel «Utopien» an den Landesbühnen sowie zum Internationalen Theaterfestival in Havanna und in anderen Städten auf Kuba im Oktober 2015 gezeigt wurde. 

Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Bereits zwei Mal hieß der riesengroße Gulliver aus der Werkstatt der Bautzener Puppen- und Marionettenspieler kleine wie große Zuschauer willkommen: zur Eröffnung der Felsenbühnensaison in Rathen und zum Entree des Bühnenballs der Landesbühnen. Ein deutliches, nicht zu übersehendes Zeichen für die Zusammenarbeit beider Theater mit einem regelmäßigen Gastspielaustausch. So gastiert das Bautzner Ensemble auch mit sorbisch-sprachigen Inszenierungen an den Landesbühnen. In der kommenden Spielzeit kann man gespannt sein auf eine künstlerische Kooperation in mehrfacher Hinsicht. Die zauberhafte Marionettenoper «Philemon und Baucis» von Joseph Haydn entsteht in gemeinsamer künstlerischer Ideenfindung und Umsetzung. Am Deutsch-Sorbischen Volkstheater wird nach historischem Vorbild eine barocke Marionettenbühne samt zugehöriger Marionetten gebaut, an den Landesbühnen entstehen die Kostüme und Masken. Die Puppenspieler des Bautzener Theaters, Gesangsolisten und der Chor der Landesbühnen Sachsen und das «Ensemble Charpentier» der Elbland Philharmonie Sachsen, auf historischen Instrumenten spielend, entwickeln so eine Opernaufführung von besonderem Reiz, die die Vorzüge und Qualitäten dreier Kunsteinrichtung des Landes Sachsen verbindet. Freuen wir uns auf «Philemon und Baucis» und auf weitere besondere Projekte!

Luisenburg-Festspiele Wunsiedel

Seit vielen Jahren sind die Landesbühnen Sachsen, immer zu Beginn der neuen Spielzeit, mit großen Opernaufführungen gern gesehener Gast bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel, dem ältesten Freilichttheater Deutschlands vor der Kulisse des größten Felsenlabyrinths Europas. Der Überlieferung nach feierten 1665 die Wunsiedler Lateinschüler ihr Sommerfest vor dem Felsenlabyrinth und spielten selbst verfasste, oft sehr derbe Stücke. Später führten Wunsiedler Honoratioren Singspiele und Operetten auf, 1804 wurde das heutige Festspielgelände geschaffen. Zu Ehren der preußischen Königin Luise erhielt die Spielstätte 1805 ihren heutigen Namen. 1.800 Zuschauer fasst der Zuschauerraum der Freilichtbühne. In diesem Jahr sind die Landesbühnen mit Bizets «Carmen» eingeladen und für 2017 sind bereits mehrere Vorstellungen der Inszenierung «Die Zauberflöte» geplant.