Der Schimmelreiter

Schauspiel nach der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm auch als Theater im „sakralen Raum“

Nach dem „Jahrhunderthochwasser“ der Elbe im Jahr 2002 war der Schaden immens. Dem Schock über das Ausmaß der Verwüstung folgte eine hitzige Debatte über den Schutz vor der nächsten Flut. Mit Deichanlagen und Mauern versuchte man, den Fluss im Zaum zu halten. Die Gegner der Maßnahmen aber protestierten gegen einschneidende Veränderungen des Landschaftsbilds.

Niemand hatte damit gerechnet, dass schon elf Jahre später ein ebenso gewaltiges Hochwasser erneut zu desaströsen Überflutungen führen würde. Umso nachdrücklicher wird um die Frage gerungen werden müssen, wie der Bau von mobilen Schutzmauern und Deichen umgesetzt werden sollte. Wie kann sich der Mensch vor Naturkatastrophen schützen, ohne die Umwelt massiv zu beeinträchtigen? Theodor Storms bekannteste Dichtung, eine der meistgelesenen deutschen Novellen: „Der Schimmelreiter“ erzählt vom verzweifelten Versuch eines Mannes, sich der Naturgewalt des Meeres zu widersetzen.

Der friesische Kleinbauernsohn Hauke Haien hat sich das Wissen über modernen Deichbau selbst angeeignet. Als der alte Deichgraf stirbt, bei dem er einst diente, erhält er das Amt und heiratet dessen Tochter Elke, seine große Liebe. Als neuer Deichgraf will er nun seinen ehrgeizigen Plan einer Sanierung des alten Deiches durchsetzen, um das Land besser gegen die Sturmfluten der Nordsee zu schützen. Doch er unterschätzt Skepsis und Aberglaube der Dorfbewohner, die den Neuerungen nicht trauen. Technisch hochbegabt und von seinem fortschrittlichen Projekt zutiefst überzeugt, verliert er seine Mitmenschen aus den Augen. Verbissen kämpft er gegen ihren alten Glauben und ihre Argumente und setzt den Bau des Deiches ohne Rücksicht durch. Doch das Meer, dem Hauke Haien trotzt, wird ihm zum Verhängnis ...


 

Besetzung

Inszenierung Peter Kube
Ausstattung Stefan Wiel
Choreographie Ute Raab a.G.
 
Hauke Moritz Gabriel
Elke Sandra Maria Huimann
Ole Peters, Deichgraf, Oberdeichgraf Tom Hantschel
Thomas Förster a. G.
Trin Jans  Anke Teickner
Irrlicht Julia Rani
Faktotum Damian Popp a. G.
 
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Aufführungen


  •  
    9. April
    2016
    entfälltWeinbergkirche Dresden/Pillnitz
    Samstag 20:00
    Fällt wegen Erkrankungen im Ensemble leider aus!

  •  
    2. Mai
    2016
    Kloster Altzella
    Montag 11:30