Zum Gedenken

3. Philharmonisches Konzert der Elbland Philharmonie Sachsen

Im 3. Philharmonischen Konzert „Zum Gedenken“ widmen sich die Musiker der Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von Chefdirigent Ekkehard Klemm Werken von Karl Amadeus Hartmann, Bohuslav Martinů und Antonín Dvořák.

Der Komponist Karl Amadeus Hartmann verwendete Teile des „Klagegesang“ für seine 3. Symphonie, bevor die ursprüngliche Fassung im Jahr 1990 als eigenes Werk veröffentlicht wurde. Der am 11. Mai 1990 vom Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Lorin Maazel uraufgeführte „Klagegesang“ ist dem Regimekritiker und Widerstandskämpfer Robert Havemann gewidmet. Das Werk erklingt erstmals im Elbtal.

In einem Vergeltungsakt wurde am 10. Juni 1942 durch deutsche Truppen das kleine böhmische Dorf Lidice unweit von Kladno, verbunden mit einem Massaker an der Zivilbevölkerung, dem Erdboden gleich gemacht. Lidice wurde somit zum Symbol nationalsozialistischen Kriegsterrors. Martinu schrieb daraufhin im August 1943 sein 'Mahnmal für Lidice' innerhalb weniger Tage.

Zum Abschluss des Konzertes wird die Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60 von Antonín Dvořák musiziert, deren böhmischen Wurzeln unverkennbar sind. Dvořáks 6. Sinfonie enthält neben liedhaftem Schwelgen auch folkloristischen Tänze sowie überschwängliche Lebensfreude im Finale.

 

PROGRAMM

Karl Amadeus Hartmann
Klagegesang

Bohuslav Martinů
Memorial für Lidice

Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60

Musikalische Leitung
Ekkehard Klemm