Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Schauspiel von David Edgar nach Robert Louis Stevenson

Was könnte schrecklicher sein, als das Böse, das in uns selbst wohnt? 

In seiner 1886 erschienenen Erzählung ging Robert Louis Stevenson dem inneren Zwiespalt und den Abgründen der menschlichen Seele auf den Grund.

Der gütige, menschenfreundliche Dr. Jekyll entwickelt im London des 19. Jahrhunderts einen Trank, der es ihm ermöglicht, einen Teil seines Ichs abzuspalten und in ihm all das auszuleben, was er sich sonst aus moralischen Gründen verbietet. So wird der zynische, sadistische Mr. Hyde zum Leben erweckt, der aggressiv und perfide grausame Verbrechen begeht.

Das Ausleben unterdrückter Lüste verschafft Jekyll das beglückende Gefühl großer Freiheit und er wird abhängig von der Verwandlungsdroge, über die er schon bald die Kontrolle verliert. Trotz des Gegenmittels, das er entwickelt hat, um als Dr. Jekyll menschlich zu handeln und Hydes Taten abzumildern, gewinnt Mr. Hyde die Oberhand und entwickelt in Jekylls Körper ein gefährliches Eigenleben ...

Auch in der packenden und schillernden Bühnenbearbeitung David Edgars steht die Problematik der Aufspaltung der Persönlichkeit und des freien Willens im Mittelpunkt, die in den letzten beiden Jahrhunderten Wissenschaftler der Philosophie, Psychologie und Biologie nicht losgelassen hat und heute zu einer zentralen Frage der Hirnforschung geworden ist. 

Wie kann ein Miteinander gelingen, das die Bedürfnisse der anderen respektiert, ohne eigene Sehnsüchte zu unterdrücken? 

Inszenierung Axel Köhler

Ausstattung Stefan Wiel

 

Dr. Henry Jekyll / Mr. Hyde Moritz Gabriel

Poole, sein Butler Grian Duesberg

Gabriel John Utterson, Rechtsanwalt Matthias Henkel

Lucy Eva-Berenike Schmalfuß

Charles, Lucys Bruder Victor Peter Möhmel

Katherine Urquart, ihre Mutter Sophie Lüpfert

Annie Loder, Zimmermädchen Cordula Hanns

Dr. Hastie Lanyon / Sir Danvers Carew / Pastor Thomas Förster

Kinderkapelle Paula Köhler, Sara Köhler, Amelie v. Stein, Eva-Maria Stowasser, Magdalena Madaus, Michelle Güttler, Erik Handschug

06.05.2017

Samstag

Landesbühnen Sachsen - Hauptbühne · Radebeul

19:30 Uhr