Mein Kampf

Farce von George Tabori

1910: Adolf Hitler ist aus der Provinz nach Wien gekommen um Kunst zu studieren. Sein Zimmer teilt er mit den Juden Lobkowitz, einem Koch, und Schlomo Herzl, einem Buchhändler, der an einem Roman mit dem Titel „Mein Kampf“ arbeitet. Der kluge, schlitzohrige Herzl und der untalentierte, trübsinnige Hitler freunden sich an. Als Hitler vom Aufnahmegremium der Kunstakademie abgelehnt wird, tröstet ihn Herzl und Hitler erfährt zum ersten Mal in seinem Leben so etwas wie Zuwendung und Sympathie. Herzl überlässt seinem neuen Freund sogar den Titel seines Buches für dessen erste eigene politische Schrift. Schließlich verwandelt er ihn auch äußerlich in den Adolf Hitler, den wir aus der Geschichtsschreibung kennen. Mit seiner väterlichen Fürsorge trägt Herzl dazu bei, dass der verhinderte Künstler Hitler den Weg in die Politik findet. Mit – wie sich gezeigt hat - fatalen Folgen für die Weltgeschichte.

Der jüdische Theatermacher Tabori versteht es meisterhaft mit dem Entsetzen Scherz zu treiben. In seinem bitterbösen Stück in der Nachfolge von Brechts „Arturo Ui“ und Chaplins „Der große Diktator“ stellt immer wieder ein Gleichgewicht her zwischen realistischer Tragik und überzeichneter Groteske und rüttelt an den letzten Tabus der Gegenwart.

 

Regie
Peter Dehler

22.03.2020

Sonntag

Staatsschauspiel Dresden · Dresden

11:00 Uhr

28.03.2020

Samstag

Landesbühnen Sachsen - Hauptbühne · Radebeul

19:00 Uhr

03.04.2020

Freitag

Landesbühnen Sachsen - Hauptbühne · Radebeul

20:00 Uhr

13.04.2020

Montag

Landesbühnen Sachsen - Hauptbühne · Radebeul

19:00 Uhr

19.04.2020

Sonntag

Landesbühnen Sachsen - Hauptbühne · Radebeul

15:00 Uhr