Sergej

Schauspiel von Jurij Koch in obersorbischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche

Regina und Werner haben glücklich miteinander gelebt, bis sie aus einer Nachricht in der Zeitung erfahren, dass in Russland Zar Iwan der Schreckliche gesichtet worden sei. Während Werner solche «Erscheinungen» als Unsinn betrachtet, schließt seine Frau Regina Wunder dieser Art nicht aus. Der Streit endet mit einer Probe aufs Exempel: Jeder von ihnen soll fest an eine längst «vergangene» Person denken. Das Ergebnis der intensiven Erinnerung: Im Zimmer steht ein sowjetisch-russischer Soldat in voller Aufmachung: Sergeant Sergej Iwanowitsch Gribojedow. Er hatte sich im Wald versteckt, als der Abzug seiner Garnison vor mehr als 25 Jahren angeordnet gewesen sei. Er hat in einem Bunker gelebt, versorgt mit den dort reichlich vorhandenen Konserven und lange Zeit auch mit Nachrichten durch ein funktionsfähiges Radio. Regina und Werner nehmen ihn auf, zumal sie Sergej mit wertvollen, im Bunker verbliebenen Geschenken versorgt und sein Wunderwasser präsentiert, welches ewige Jugend verleiht und als alternativer Energietreibstoff funktioniert. Damit rücken auch Regina und Werner in den Fokus des Weltinteresses. Doch sie müssen Sergej vor den dümmlichen, aber gefährlichen Schnüffeleien des Dorfpolizisten Erhard und anderer Geheimdienste schützen. Sergejs fahnenflüchtiger Verbleib im Dorf hat einen wichtigen Grund: Er habe sich als junger Soldat in ein Mädchen des Dorfes verliebt. Nun sucht er es. Silka, Reginas und Werners Tochter, ähnelt der in seiner Erinnerung gebliebenen Geliebten sehr. Doch was tun, um den Familien- und Weltfrieden wieder herzustellen? 

 

 

Inszenierung
Olaf Hais

Ausstattung
Tom Böhm

 

Es spielen
Mirko Brankatschk
Jan Mickan

Petra-Maria Wenzel,
Torsten Schlosser u. a.

 

18.11.2018

Sonntag

Landesbühnen Sachsen - Studiobühne · Radebeul

17:00 Uhr