Fly Sein_Reloaded

Tanzabend Junger ChoreografInnen (ab 13) – Uraufführung –

Ein Song kann fly sein, ein Gefühl, aber auch materielle Dinge ... Fly ist, was angesagt ist! Wenn eine Person fly ist, gilt sie als cool, hebt sich von anderen – der Masse – ab. Fly heißt fliegen, Grenzen überwinden, andere Horizonte sehen. Junge Tänzerinnen und Tänzer unserer Compagnie choreografieren und tanzen in FLY SEIN für junge Menschen und erzählen so im drive der Bewegungen von ihren Ängsten, Frustrationen, Verletzungen aber auch von ihren Träumen und Sehnsüchten auf der schwierigen Suche nach sich selbst. Nach FLY SEIN (2017) stellen in FLY SEIN_RELOADED nun die Neuzugänge der Compagnie drei brandneue Choreografien vor.

 

2>1

CHOREOGRAFIE UND TANZ  ANITA SUZANNE GREGORY und LEONARDO GERMANI

Menschen brauchen einander. Aus sozialen, emotionalen und physischen Gründen ist ein Mensch auf den anderen angewiesen. Einsamkeit und Isolation aber verhindern jegliche Interaktion. Der Zustand der Absonderung kann Halluzinationen, Unsicherheiten und ein negatives Selbstbild hervorrufen. Sind wir alleine mit uns, denken wir häufig, wir seien auch allein mit unseren Problemen. Am Ende unterscheiden wir uns aber gar nicht so sehr voneinander, wie wir denken? Viele haben ähnliche Sorgen. Ein anderer Mensch – mit all dem, was er ist und was ihn ausmacht – kann einen größeren Einfluss auf uns haben, als wir vielleicht zunächst denken würden. 

In dem Duett «2>1» spüren die Choreografen und Tänzer Anita Suzanne Gregory und Leonardo Germani den Themen Nähe und Distanz in einer Zweierbeziehung nach. In vier Etappen führt diese Choreografie auf sensible Weise die Notwendigkeit von sozialen Beziehungen vor Augen. Warum man einen Freund braucht. Und dass man auch zu zweit frei sein kann. 

outsider – draußen sein

CHOREOGRAFIE  BRIAN SCALINI

TANZ CAMILLA BIZZIAURORA FRADELLA, ANITA SUZANNE GREGORY,  LEONARDO GERMANIOLEKSANDER KHUDIMOVAFONSO PEREIRA

Was ist das für ein Gefühl, wenn man „draußen ist“ und einfach nicht dazu gehört? Ein Gefühl, das bestimmt jeder schon mal gefühlt hat. Eine Gruppe kann ziemlich mächtig sein und auf einen Einzelnen eine große Kraft ausüben. Sie kann uns sehr anziehen, wenn wir dazugehören wollen. Gruppen können eine Einzelperson aber auch ausstoßen, eben weil sie nicht der Norm entspricht, rausfällt oder einfach „anders“ ist. 

In seiner Choreografie zeigt Brian Scalini, indem er auf Clan- und Stammesstrukturen Bezug nimmt, immer wiederkehrende Außenseitersituationen. Ein Kreislauf, der beinahe den Eindruck entstehen lässt, dass einer Ausgrenzung nicht zu entkommen ist. Eine Choreografie, die Fragen aufwirft:  Wem gelingt es überhaupt wirklich, in einer Gruppe zu existieren und trotzdem er selbst zu bleiben? 

kind of human – verdammt zu leben

CHOREOGRAFIE MATTIA SARACINO

TANZ JOANA MARTINS, ANA TERESA PEREIRA, MORGAN PEREZ, ALENA KRIVILEVA

Wie ist das eigentlich mit dem Leben? Es leben, «mitmachen», müssen wir ja alle. Wenn das nur nicht so verdammt schwierig wäre. Da sind die eigenen Unsicherheiten, die man permanent mit sich herumträgt. Da ist die Auseinandersetzung mit anderen, denen man sich verständlich machen möchte und mit denen man Dinge teilen will. Alles gar nicht so einfach oder?

In seiner Choreografie «kind of human- verdammt zu leben» erzählt Mattia Saracino von den Unsicherheiten der Menschen. Das leben auch manchmal einfach nur heißt, seine eigenen Grenzen und gesellschaftlichen Schranken zu überwinden und ein bisschen mutig zu sein. Oder?

trippin’ – drauf sein

CHOREOGRAFIE UND TANZ  MORGAN PEREZ und HUGO RODRIGUES

Zwei junge Menschen spielen auf einem Teppich mit überdimensionierten Karten. Wie verschiebt sich Welt und Wahrnehmung unter Drogenkonsum? Können Drogen das Leben leichter machen? Oder rutscht jeder bei übermäßigem Konsum in die Abhängigkeit? Sind weiche Stoffe, wie Gras okay oder ist genau das die typische «Einstiegsdroge»? Wie verhält sich Drogenkonsum zu Menschen in einem Alter, in dem man sowieso von Unsicherheiten und Selbstzweifeln geplagt ist? Und wann gerät der Spaß am «drauf sein» zum Höllentrip?

Morgan Perez und Hugo Rodriguez spüren in «trippin’ – drauf sein» dem Thema Drogen nach. Eine Performance die beide Seiten zeigt: Ekstatischen Rausch und höllischen Absturz. 

junges.studio

 

Choreografie
Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie

Ausstattung
Tom Böhm

16.11.2018

Freitag

Landesbühnen Sachsen - Studiobühne · Radebeul

20:00 Uhr

12.12.2018

Mittwoch

Großenhain Schloss · Großenhain

10:30 Uhr