Im Jahr 2022 steht der Welttheatertag, der jährlich am 27. März die Theaterkünste und ihre verbindende Kraft feiert, im Zeichen des Kriegs in der Ukraine. Die Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins solidarisieren sich mit den Betroffenen und möchten Stimmen aus der Ukraine vernehmbar machen. 

Dazu hat das International Theatre Institute ITI Germany gemeinsam mit dem Deutschen Bühnenverein die ukrainische Dramatikerin Natalia Vorozhbyt gebeten, ausgehend vom Bild des zerstörten Theaters in Mariupol ein Statement zu verfassen.

Wir feiern dieses Jahr nicht den Welttag des Theaters, wir werden keine Feste feiern, Feiertage begehen.

Natalia Vorozhbyt, Ukrainische Dramatikerin

Natalia Vorozhbyt ist eine ukrainische Dramatikerin und studierte am Institut für Literatur in Moskau. Sie hat an Autorenprogrammen wie dem International Writers Program an der Universität in Iowa (USA) und der International Playwright Residence am Royal Court Theater in London teilgenommen. Ihre Stücke wurden in der Ukraine, Russland, Litauen, Polen, Großbritannien, Deutschland und den USA gezeigt und in neun Sprachen übersetzt. Außerdem ist Vorozhbyt als Autorin für Film und Fernsehen tätig. 2017 wurde am Royal Court ihr Stück „Bad Roads“ uraufgeführt, das ebenso wie „Monolog Nr.1“, ein Stück, das 2015 in Kyiv Premiere hatte, den Ukrainekonflikt, insbesondere die Auswirkung des Kriegs auf die Frauen, zum Thema hat. 2020 erhielt sie die ukrainische Auszeichnung Women in Arts für Theater und Film. Im Jahr 2021 erhielt sie den “Oleksandr-Dovzhenko-Staatspreis” der Ukraine für ihren herausragenden Beitrag zur Entwicklung des ukrainischen Kinos.

Die Erklärung des Deutschen Bühnenvereins zum Welttag des Theaters 2022 ist hier einsehbar.

Veröffentlicht am: 27. März 2022|Kategorien: Theater Radebeul, Weltoffenes Dresden|Schlagwörter: |
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