Gundula Hintz

Mezzosopran

Katja Kabanowa  Katja Kabanowa

Die gebürtige Berlinerin Gundula Hintz studierte an der Hochschule der Künste Berlin unter anderem bei Aribert Reimann und Dietrich Fischer-Dieskau.

Sie gastiert als Opern- und Konzertsängerin an zahlreichen deutschen wie internationalen Häusern (Berlin, Leipzig, Hamburg, Amsterdam, Neapel, Venedig, St. Gallen, London, Toronto), beim Festival de Radio France, Festival de Montpellier, der Biennale Venedig oder den Berliner Festwochen. Nach ersten Engagements mit jugendlich-dramatischen Partien (u.a. die Baronesse Liddy in der viel beachteten Uraufführung von Detlev Glanerts Oper Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung) markierte ihr Partiedebüt als Sieglinde in Die Walküre den Einstieg ins Wagnerfach.

2011 debütierte sie als Fricka in Wagners Der Ring des Nibelungen am Staatstheater Darmstadt, wo sie 2013 erneut als Herodias in Strauss‘ Oper Salome gastierte. Im gleichen Jahr sang sie die 1. Altpartie in Mahlers 8. Sinfonie in der Berliner Philharmonie. Von 2012 bis 2015 war Gundula Hintz als Fricka (Rheingold und Walküre), Waltraute/2. Norn (Götterdämmerung) in der Ring-Tetralogie der Theater Halle und Ludwigshafen zu erleben.

Das Royal Opera House Covent Garden verpflichtete sie im August 2014 für Turnages Oper Anna Nicole nach London. In der Saison 2014/2015 debütierte sie in Halle als Adelaide in Strauss‘ Arabella. Im Januar 2015 gab sie ihr Debüt an der Oper Leipzig als Fricka im Rheingold und war dort im Dezember 2015 als Dämonia in Humperdincks Märchenoper Dornröschen zu Gast.

Gundula Hintz verkörperte im Sommer 2016 das Fräulein Schneider in Kanders Musical Cabaret am Staatstheater Augsburg auf der Freilichtbühne am Roten Tor. Im März 2017 sang sie in der Berliner Philharmonie Mahlers Lied von der Erde.

Die Mezzosopranistin gab ihr Nordamerika-Debüt im Herbst 2017 bei der Canadian Opera Company in Toronto, wo sie als Adelaide in Tim Alberys Produktion von Arabella gastierte. Am Royal Opera House Covent Garden London gestaltete sie im Juni 2018 in der Uraufführung von Na’ama Zissers Oper Mamzer/Bastard die Hauptrolle der Esther. In der Saison 2018/19 debütierte sie als Zita in Gianni Schicchi an der Staatsoperette Dresden. Die Partie der Kabanicha in Lydia Steiers Neuproduktion von Katia Kabanowa führte sie im Januar 2019 an das Staatstheater Mainz.

Gundula Hintz arbeitete mit Dirigentinnen und Dirigenten wie Gerd Albrecht, Anthony Bramall, Jessica Cottis, Josep Caballé Domenech, Patrick Lange, Anna Skryleva, Karl-Heinz Steffens, Ulf Schirmer, Constantin Trinks und Ralf Weikert. Zahlreiche Funk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren ihre erfolgreiche Tätigkeit. Mit Dietrich Fischer-Dieskau und den Holzbläsern der Berliner Philharmoniker entstand eine CD-Aufnahme mit Mozart-Terzetten.

Neben den Solo-Engagements sind ihr Gesangsstudio in Berlin, in dem sie zahlreiche professionelle Opernsänger coacht und gesangstechnisch betreut, sowie internationale Meisterklassen, u.a. in Bayreuth, Düsseldorf, Tallin, London und New York weitere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit.