In seinem Werk hat sich der Künstler Manuel Christoph Frolik immer wieder in den unterschiedlichsten Rollen inszeniert. Für die Ausstellung an den Landesbühnen Sachsen hat er sich nun dem Sujet des Theaterplakates zugewendet. Mit einer großen Freude an Bild, Text, Typographie und Illustration sind so Plakatentwürfe entstanden, die bekannte und fiktive Theaterstücke ankündigen und einem bisher eher unbekannten Schauspieler und Theatermacher zu seinem Recht verhelfen.

Manuel Frolik arbeitet medienübergreifend mit Plastik, Objekt, Skulptur, Fotografie und Video. Dabei spielt die künstlerische Aneignung von vertrauten, allgemeingültigen Motiven und bestehenden medialen Strukturen eine entscheidende Rolle. Durch gezielte subtile Eingriffe versucht Frolik diese medialen Versatzstücke zu manipulieren und seine eigenen Ideen und Motive im Camouflage des vorgefundenen Materials zu platzieren. In seinen Werken beschäftigt er sich immer wieder mit Fragen der Selbstreflektion, der Selbstdarstellung oder der Dekonstruktion des Selbstbildes. Er inszeniert sich in den unterschiedlichsten Rollen und Situationen. Er entwirft Bilder, zwischen virilem Aktionismus und einer kindlich-naiven Vorstellung von Männlichkeit und Abenteuer, die einen kritischen Blick auf unsere bildhungrige und selbstoptimierte Welt werfen. Manuel Frolik studierte Skulptur und Raumkonzepte an der HfBK Dresden. Er war Meisterschüler bei Prof. Eberhard Bosslet und Assistent des Medienkünstlers und Schriftstellers Ferdinand Kriwet in Wilhelmshaven und Bremen. Frolik war u.a. Stipendiat der Stiftung Kunstfonds Bonn und Preisträger des Hegenbarth-Stipendiums. 2021 hatte er eine Vertretungsprofessur in der Fachklasse für Dreidimensionales Gestalten (ehemals Prof. Martin Honert) an der HfBK Dresden. Er ist Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Dresden und an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.  

Vorstellungstermine

Fr
22
Mrz 24
18:00 Uhr
Premiere
Voraufführung

Besetzung

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