75 Jahre Landesbühnen Sachsen

SIE LEBEN HOCH! – DIE LANDESBÜHNEN SACHSEN WERDEN 75!

75 Jahre ist es her, dass sich im Jahr 1945, inmitten von Ruinen, eine kleine Gruppe Dresdner um den Sänger Emil Grotzinger zusammenfand und zunächst im Gasthof in Gittersee die Volksoper Dresden gründete. Und nun wollen wir mit Ihnen an diesem Tag unser Jubiläum gemeinsam feiern!

Sie sind eingeladen, am Vormittag den Festauftakt mit uns zu begehen, auf der Hauptbühne jahrelangen Begleiter*innen der Landesbühnen zu lauschen und dabei zu sein, wenn unser Jubiläumsbuch präsentiert wird. Am Nachmittag warten ausgewählte künstlerische Überraschungen auf Sie und anschließend eine wunderbare Jubiläumsgala.

Hier können Sie Highlights aus Inszenierungen der letzten Jahrzehnte wieder erleben. Begegnen Sie Hänsel und Gretel, dem Schuster Klaus mit seiner Goldenen Gans, hören Sie Nathans Ringparabel und begleiten Sie Doktor Heinrich Faust auf seiner Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Gekrönt wird die mannigfaltige Theaterreise schließlich mit Webers „Freischütz“, wo es schließlich auf den Tag genau 70 Jahre her ist, dass genau jener schon zum zweiten Mal Premiere an den Landesbühnen feierte.

Nach dieser Reise in die Vergangenheit bietet die begehbare Installation „Kassandra drückt Play“ die Möglichkeit, einen Blick in die Zukunft des Theaters zu werfen, bis wir schließlich mit fi lmischen Eindrücken der sieben Jahrzehnte den Geburtstagsabend ausklingen lassen.

Wir freuen uns auf Sie und alle Geburtstagskinder – denn auf die wartet an diesem Festtag eine kleine Überraschung! Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Karten!

 

Programm

10:30 Uhr Ausstellungseröffnung „Die andere Seite“  - GESCHLOSSENE VERANSTALTUNG 

12 Uhr „Unvergessen und ausgeplaudert“ –  Podiumserinnerungen mit Peter Kube

13 Uhr „Rausgefischt und Nachgehakt“ –  Präsentation des Jubiläumsbuches

ab 13 Uhr Actionbound Landesbühnen Sachsen - eine digitale Schnitzeljagd

ab 14 Uhr Kunst und Kulinarik mit dem CHor der Landesbühnen Sachsen und Harfenklängen

16 Uhr Premiere "Wo wohnt der Wurm?"

18 Uhr Jubiläumsgala auf der Hauptbühne

20 Uhr „Kassandra drückt Play“ – Eine begehbare Zukunftsinstallation

ab 20:20 Uhr. "Bewegte Bilder" - Filmimpressionen im Innenhof

 
 
KASSANDRA DRÜCKT PLAY – Eine begehbare Zukunftsinstallation

Nach einer Idee von Elisabeth Guzy, Sandra Maria Huimann, Johanna Jäger, Mike König und Wagner Moreira

Text von Elisabeth Guzy, Sandra Maria Huimann, Johanna Jäger

 

Ein fast leerer Raum, nur zwei leuchtende Kuben, ein Avatar nimmt Befehle entgegen und eine Stimme spricht. Ein ambitionierter Wissenschaftler geleitet die Zuschauenden in die Welt von Coppelia, einem menschlich anmutenden Roboter, der fähig ist zu lernen. Dazu braucht er Anweisungen und Feedback. Die Zuschauenden selbst sind es, die eingeladen sind, Coppelia zu steuern. Nur mit ihnen entsteht Handlung und Interaktion, nur durch sie kann Coppelia lebendig werden. 

In der begehbaren Performance „Kassandra drückt Play“, werden die Zuschauenden selbst Teil des Raumes, der Vorgänge auf der Bühne und der Aufführung. Wie in einem Computerspiel haben sie die Möglichkeit durch bestimmte Anweisungen die Technik zu steuern und Coppelia zu erwecken. 

Hier verschmelzen die Grenzen zwischen Darstellenden und Publikum und das Publikum muss selbst als handelndes Wesen auftreten.

Parallel zur technisch geprägten Welt von Coppelia, improvisieren Tänzer*innen der Company live und analog in einem anderen Raum. Hier ist allein der Körper Ausdrucksmittel und Erzählung. Den Zuschauenden wiederum obliegt es, die beiden Welten ineinander verschmelzen zu lassen und als eins zu erfahren. Denn in dieser Vision eines zukünftigen Theaters, stehen die digitale und die analoge Welt gleichberechtigt nebeneinander. Beides findet nur in diesem Augenblick, live und gemeinsam statt und die Zuschauenden sind es, die diese Zukunft aktiv mitgestalten dürfen. Nur so kann auch in Zukunft im Theater eine Einheit aus Menschen und Geschichten in einem Raum entstehen.

 

Orte: Studiobühne und Ballettsaal

 

Spiel: Sandra Maria Huimann, Wenke Kriemer de Matos, Steffen Pietsch, ein Affe

TANZ: Emma Jankovic & Simon Wolant; Aurora Fradella & Tuan Ly; Rodrigo Opazo & Christian Senatore; Alena Krivileva & Adam Sojka