Carl überall und ich mittendrin

Figurentheater über Carl Schröder mit Kora Tscherning

Carl Schröder (*1904, †1997), Puppenspieler, -gestalter und Regisseur, gilt als Wegbereiter des künstlerischen Figurentheaters sowie als Pionier des Film- und Fernsehpuppenspiels. Inspiriert durch die Hohensteiner Puppenbühne gründete er mit seiner ersten Frau eine Handpuppenbühne in seinem Wohnort Radebeul und fuhr von dort aus mit seinen Aufführungen bis 1961 über Land. Danach arbeitet er als Regisseur, Theaterleiter, Puppenbauer und Lehrer bis ins hohe Alter. Auch über die Grenzen seiner Heimat wird er bis heute geschätzt; in Radebeul wurde sogar eine Straße nach ihm benannt.

Als Kora Tscherning, eine junge Puppenspielerin, nach Radebeul kommt, trifft sie überall auf die Spuren des Alt-Meisters. Nach und nach stellt sich bei ihr das Gefühl ein ihn zu kennen, ohne ihn jemals gesehen zu haben. Mit Heiterkeit und Neugier nähert sie sich in einer Mischung aus Erzähl-, Objekt- und Puppentheater dem legendären Mann. Sie hat Interviews mit seiner Witwe, mit Zeitzeugen, Kollegen*innen und Wissenschaftlern geführt, in Archiven gewühlt und Filme und Fotos mitgebracht. Nach und nach werden die Dinge, die ihm gehört haben (könnten) und nicht zuletzt auch Puppen, allen voran der unverwüstliche Pinocchio, lebendig und erzählen von dem alten Meister, aber auch von der jungen Frau, die heute in Radebeul Figurentheater macht. 

Regie

Odette Bereska