heimWEH

Klassenzimmerstück von Thomas B. Hoffmann (ab 14)

Gewalt und Schläge sind bei Sebastian daheim an der Tagesordnung. Für seine Eltern sind das legitime Erziehungsmethoden, die ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit unberechenbar einholen können. Er müsse stark sein, sich wehren, meint der Vater. Er solle funktionieren und dürfe die Ordnung nicht gefährden, meint seine Mutter. Die Begründungen sind fadenscheinig und die Willkür der Schläge brennt sich ein.

In Unkenntnis anderer Konfliktlösungsstrategien lässt Sebastian auch unter Gleichaltrigen das Gesetz des Stärkeren regieren und wird zunehmend selbst gewalttätig, um sich zu behaupten. Nach außen bleibt die Fassade der heilen Familie bestehen, denn Sebastian ist sich sicher: niemand würde ihm glauben.

Auf schonungslose Weise erzählt Thomas B. Hoffmann von elterlicher Gewalt gegen Kinder und gibt mit seinem Stück die Möglichkeit, genau hinzusehen, um einen Ausweg aus der Gewaltspirale zu finden.

junges.studio

 

Inszenierung
Tine Josch

Ausstattung
Stefan Wiel

 

mit
Cornelia Kaupert