Vorstellungstermine
Das Stück
Zwei Mal über den Atlantik an einem Abend – eine Reise zu fremden Kulturen – eine Erzählung von Kolonialismus und Migration
Vor inzwischen über 50 Jahren schuf der argentinisch-deutsche Komponist Mauricio Kagel mit »Mare nostrum« ein aufrüttelndes Werk über die von Europa ausgehende Kolonisierung fremder Erdteile. Die Besonderheit dabei: Kagel kehrt die historischen Verhältnisse um und erzählt, wie ein Stamm aus »Amazonien« den Mittelmeerraum kolonisiert. Durch Mittel der Groteske deckt er die unterwerfende Gewalt der Kolonisatoren auf, die sich hinter einer Sprache der Legitimation versteckt. Spürbar wird aber auch das Leid der Kolonisierten.
»Tenochtitlan« von Ludger Vollmer und Joscha Schaback kehrt die Bewegungsrichtung um und nimmt einen neuen Perspektivwechsel vor. Nun geht es um die Migration in ein Land, das Chancen bietet, das eigene Leben zu gestalten: Ein Junge aus dem überfluteten Dresden, bricht auf nach Südamerika, in eine Kultur zwischen Hightech und uralter Tradition, die er bewundert. Trotz Erfahrungen von Ressentiments und Assimilationsdruck entscheidet er sich, Teil von ihr zu werden.
Der Doppelabend nimmt Bezug auf die 1. Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik im Jahr 1987, bei denen »Mare nostrum« zur Aufführung kam.
Besetzung
- Musikalische LeitungYudania Gómez Heredia
- InszenierungRainer Holzapfel
- Bühne und KostümeRalph Zeger
- DramaturgieJohannes Frohnsdorf
- MARE NOSTRUMN.N.
- Tenor / SprecherAndreas Petzoldt
- CountertenorJaro Kirchgessner
- TENOCHTITLANN.N.
- Der JungeJaro Kirchgessner
- Skipper / Mutter / Kapitän / Schleuser / Der Alte / Haushälterin / Vorarbeiter / Kind / AmazonierAndreas Petzoldt
- Orchester Elbland Philharmonie Sachsen



















Die Eintrittskarten für das Theater Radebeul und die Felsenbühne Rathen gelten 4 Stunden vor bis 6 Stunden nach Vorstellungsbeginn als Fahrausweise in allen Nahverkehrsmitteln – außer Sonderverkehrsmitteln – im VVO-Verbundraum. InfoHotline unter 0351 852 65 55








