Wir sind dabei!

Für das Konzept zur Schauspielproduktion UNTERLEUTEN erhalten wir eine Förderung im Rahmen des Programms „Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte“ der Kulturstiftung des Bundes. Die Landesbühnen Sachsen sind damit eine von bundesweit 26 geförderten Kultureinrichtungen, deren Projekte im September von einer Fachjury empfohlen und Anfang Oktober bekannt gegeben wurden.

Zum Konzept

Juli Zehs 2016 veröffentlichter Gesellschaftsroman „Unterleuten“ erzählt nur scheinbar von einem kleinen Dorf in Brandenburg und zehn Windrädern. Die Autorin zeichnet eine Gemeinschaft von Menschen, die zwischen Ehekrise, Gartenarbeit und Hausrenovierung mit der „großen globalen Transformation“ konfrontiert wird. In Anlehnung an den Handlungsort spielt das Bühnen- und Kostümbild mit dem in der DDR weit verbreiteten Sammeln, Tauschen und Wiederverwenden von Materialien, Dingen und Objekten. Gearbeitet wird weitestgehend mit gefundenen Objekten, die zu einem neuen Ganzen geformt werden. „Die Bühne ist bei ‚Unterleuten‘ ein installativer Raum aus wiederverwendeten Gegenständen“, fasst Ausstattungsleiter Ralph Zeger zusammen. „Wir nutzen explizit keine neuen Materialien, sondern ändern Vorhandenes ab. Dabei müssen die Arbeitsprozesse in den Werkstätten, aber auch bei der Disposition entsprechend angepasst werden. Hier sehen wir die Möglichkeit, neue Perspektiven auf Fragen des nachhaltigen Produzierens zu erarbeiten und auszutesten, wie diese langfristig in den Theaterbetrieb integriert werden können.“ Ergänzend dazu soll vor dem Theater eine Installation aus gefundenen Objekten und Hinterlassenschaften entstehen, für die keine Verwendung gefunden wurde – als Mahnmal des ungeliebten Überbleibsels und Symbol für die Überflussgesellschaft.

Nicht nur in den Theaterwerkstätten, sondern auch bei den Materialtransporten, der Reisetätigkeit und in Bereichen wie Probendisposition und Öffentlichkeitsarbeit werden Maßnahmen getroffen, um die ökologische Bilanz der Produktion möglichst klimaneutral zu halten. So bilden u. a. die Nutzung des ÖPNV bzw. die Einrichtung von Fahrgemeinschaften beim Personal, aber auch die Verwendung von recyceltem Material bei den Werbemaßnahmen weitere Schwerpunkte. Um Fahrten zu reduzieren, sollen die Gastspielorte im Block bespielt werden. Die Eintrittskarten für alle Vorstellungen gelten als Fahrausweis im gesamten Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) – vier Stunden vor bis 6 Stunden nach Vorstellungsbeginn.

Die Premiere von UNTERLEUTEN findet am 4. Februar 2023 um 19.00 Uhr auf unserer Hauptbühne statt. Hier geht’s zur Produktion.

3 Personen stehen im Glasfoyer des Stammhauses in Radebeul vor einem Bildschirm und lächeln in die Kamera.

Das künstlerische Team von „Unterleuten“: Manuel Schöbel, Ruth Heynen und Ralph Zeger | © René Jungnickel


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Veröffentlicht am: 25. Oktober 2022|Kategorien: Projekte, Schauspiel, Sonstiges|Schlagwörter: , , |
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